Radical Bubble - der Tresentalk in der Washington Bar

Unsere Speaker ziehen radikal ihr Ding durch. Trotz vieler Widerstände und ohne einen Gedanken an einen Millionen schweren Exit. Was sie so erfolgreich macht und was sie noch vorhaben, werden sie uns einen Abend lang erzählen. Tropfen für Tropfen möchten wir mit Euch unseren Tellerrand gehörig zum Überschwappen bringen und die Bubbles,

in der wir alle irgendwie leben, miteinander verbinden.

Mit viel Zeit für’s Networking, denn wer einen Speaker unterstützen will, kann sofort sein Know-how anbieten.

In jedem Fall soll aber jeder wertvolle Anregungen mitnehmen, neue Kontakte knüpfen oder alte wiederbeleben.

 

Wir sehen uns in der Radical Bubble in der Washington-Bar!

 



10. Januar 2019

Nicht die Bohne angepasst

Speaker: Magnus Kersting

aus der kollektiven Geschäftsführung von El Rojito

 

Mit großer Freude begrüßen wir einen Gast in der Radical Bubble, der uns wieder einmal zeigt: solidarischer Welthandel ist möglich. Zumindest bei El Rojito, der selbst ernannten Fairhandelsorganisation. Sie verknüpft ausdrücklich wirtschaftliches Handeln mit politischen und ethischen Ansprüchen.

El Rojito bedeutet auf Spanisch die kleine Rote. Die Doppeldeutigkeit ist gewollt: Einerseits geht’s um die Kaffeebohne, die von rotem Fruchtfleisch ummantelt, an den Sträuchen in Mittelamerika und Afrika wächst. Andererseits um die politische Haltung des 1987 gegründeten Vereins.

Magnus ist seit 1989 an Bord, zuerst als ehrenamtlicher Student ist er mittlerweile Teil der kollektiven Geschäftsführung. Er wird uns berichten, wie El Rojito seit mehr als 30 Jahren seinen Grundsätzen treu bleibt. Warum wir den Kaffee inzwischen in vielen Edeka-Läden kaufen können und wie so ein fairer Handel mit Kooperativen in Übersee funktioniert. El Rojito arbeitet nicht mit Bankkrediten, sondern nur mit Kleinkrediten von Unterstützern. Indes werden die Umsätze immer besser: 2018 hat El Rojito 100 Tonnen Kaffee für 1,5 Millionen Euro verkauft. Das wird eine spannende Bubble um der Deutschen liebste Bohne.

 



15. November 2018

KI – Komfort oder Irrsinn?

Speaker: Prof. Uli Furbach

 

„Keine Angst vor Robotern!“ Der, der das sagt, muss es wissen. Schließlich ist Dr. Ulrich Furbach Professor für Künstliche Intelligenz an der Uni Koblenz-Landau. Sein gesamtes Forscherleben treibt ihn die Frage um, wie sich Wissen darstellen und verarbeiten lässt.

 

Es gibt nicht viele Menschen, die so profund wie er beurteilen können, wie KI unser Leben bereits beeinflusst und wo die Reise noch hingehen wird. Gemeinsam wollen wir mit Ulrich Furbach ausloten, wie uns selbstlernende künstliche Systeme wie Alexa, Siri und Bixby nutzen. Ob sie mit der Zeit auch ein Bewusstsein und Gefühle entwickeln können und ganz wichtig: welche KI-Systeme für den Menschen gefährlich werden können. Stichwort autonome Waffensysteme.

 

Das wird also ein sehr spannender Abend mit Professor Uli, der keinen Zweifel daran hat, dass „wir mit KI zusammenarbeiten müssen.“ Da müssen wir also durch und sollten deshalb wissen, um was es geht, oder?

 



11. Oktober 2018

Fux-Shares schlagen Betongold

Speaker: Frank John

 

Wenn ein Kollektiv eine denkmalgeschützte, aber völlig abgerockte Kaserne dem Bezirk Altona abtrotzt, braucht es Größenwahn und Urvertrauen. Dazu einen Finanzvorstand wie Frank John, der für kommunistische Buchhaltung viel übrig hat und massig Hafenstraße-Expertise bieten kann. Genau fünf Jahre ist es nun her, dass Frappant und Lux & Konsorten ihre fux-Genossenschaft gründeten. Wo sie sich seitdem die Millionen-Beträge für die Instandsetzung der Viktoria-Kaserne herholen und was daraus im Herzen Altonas noch entstehen soll, wird uns Frank berichten.

Mit ihm werden wir eine Fünf-Jahresbilanz ziehen und erfahren, ob im fux-Bau bislang tatsächlich alles so gelaufen ist, wie es geplant war. Denn dort, wo heute Künstler, der Chaos Computer Club, Baumpfleger, Friseur, Musiker und Fotografen ihre Arbeitsstätten haben, waren seit 1883 schon ganz andere einquartiert: von der königlich-preußischen Infanterie, über Polizei, Gestapo aus Schleswig-Holstein mitsamt Deportationslager für staatenlose Juden bis zum Zoll und Meeresbiologen der Uni Hamburg. 

Seit Oktober 2013 ist die fux e.G. an der Macht, an der sich jeder beteiligen kann. 500 Euro kostet ein Genossenschaftsanteil. Dieses solidarische Investitionsmodell versteht fux als Kontrapunkt zu dem „Betongold“ der Großinvestoren und bietet darauf sogar noch 2 Prozent Zinsen im Jahr. Wie so etwas funktioniert, ob Größenwahnsinn und Basisdemokratie ein tolles Paar sind und was im fux-Kollektiv Montag bis Freitag von 9-18 Uhr Kernarbeitszeit abgeht: Frank weiß es!

 



Hier eine kurze Zusammenfassung des tollen Abends mit Caroline von SeaWatch.

Langversion im Archiv zu finden.

6. September 2018

Kein Menschenretter

ist illegal

Speaker: Caroline Schröder

 

In Zeiten von Fake News werden Menschen wie Caroline zu Kronzeugen der Wirklichkeit. Seit 2017 arbeitet sie für die zivile Hilfsorganisation Sea-Watch, die bislang laut eigenen Angaben an der Rettung von mehr als 35.000 Menschen im Mittelmeer beteiligt war. Als Einsatzleiterin Ägäis war Caroline im vergangenen Jahr über drei Monate an Bord der Sea Watch 1 und sagt, "die Realität an unseren Außengrenzen ist echt harter Stoff".

Indes geht das Drama auf dem Mittelmeer weiter, wo laut UN-Hilfswerk UNHCR bis Juli mindestens 1500 Refugees während ihrer Flucht ertrunken sind. Seit dem Rechtsruck in Italien entpuppen sich für diejenigen, die von Hilfsorganisationen wie Sea-Watch gerettet werden konnten, die vermeintlich sicheren Planken zu Spielbällen der EU-Politik. Kapitäne werden auf Malta in Haft genommen, Crew-Mitglieder kriminalisiert, während sie auf ihrer Irrfahrt von einem Hafen zum anderen um das Leben ihrer Passagiere ringen. 

Viele von uns kennen die Berichte darüber aus den Nachrichten, Caroline und ihre Kollegen von Sea-Watch aber waren dabei. Auf dem Schiff, im Mittelmeer und sie wird uns berichten, wie die Lage dort aktuell tatsächlich ist. Welche Forderungen Sea-Watch an die europäische Politik stellt, um diese humanitäre Katastrophe zu beenden, "denn Flucht ist kein Verbrechen". Genauso wenig wie die Rettung Schiffbrüchiger. 


3. Mai 2018

Geflüchtete kommen nicht zu Wort

Speaker: Hussam Al Zaher

 

Im Flüchtling-Magazin schon! Vor etwas mehr als einem Jahr hat Chefredakteur Hussam in Hamburg sein Online-Magazin gestartet, das mittlerweile fast 20 Mitarbeiter hat. Allesamt arbeiten sie ehrenamtlich für das Magazin, das Hussam bewusst auf Deutsch herausgibt. Er selbst lebt erst seit drei Jahren in Deutschland und konnte in Damaskus noch sein Studium der Politikwissenschaften abschließen, bevor er zum Militär eingezogen werden sollte. Als der Einsatzbefehl kam, blieb ihm nur die Flucht.

Mit dem Flüchtling-Magazin will er eine multikulturelle Plattform aufbauen, auf der sich Geflüchtete untereinander austauschen können. "Das gilt im gleichen Maße aber auch für den Austausch zwischen Deutschen und Flüchtlingen", betont Hussam. Und genau deshalb müssten alle Artikel in deutscher Sprache verfasst sein.

Auf der Homepage unterstreicht die Redaktion, dass sie an den kontinuierlichen Diskurs glaubt. "Wir stehen gegen Hass."

12.000 Follower auf Facebook und 8.000 Online-Leser pro Monat findet das Flüchtling-Magazin bereits. Mit einem Crowdfunding im Rahmen des Deutschen Integrationspreises soll es nun auf ein professionelles Niveau gehoben werden. Hussam zieht auch das durch und ist deshalb ein spannender Gast in unserer Radical Bubble.

 

Danach feiern wir gemeinsam mit dem New Yorker DJ "Nappy G" die James Brown Tribute Night und rocken unsere Bubbles!


5. April 2018

Startups als Weltverbesserer

Speaker: Fridtjof "Fridel" Detzner

 

Von Fridel werden wir erfahren, wie die Startup-Welt außerhalb unserer Komfortzone aussieht. Die hat der Co-Founder des Hamburger IT-Unternehmens Jimdo bewusst verlassen und sich auf eine lange, zum Teil strapaziöse, aber in jedem Fall "große Lernreise" begeben.

Für die Deutsche Welle (DW) hat er mit einem kleinen Kamerateam zehn Folgen mit dem Titel "Founders Valley" in Asien gedreht. Ob in der Mongolei, in Indien, Hongkong oder Bangladesch, überall hat sich Fridel mit Gründern getroffen, um mit ihnen über ihre Projekte zu sprechen und neuen Input zu bekommen.

Insgesamt haben die United Nations (UN) 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert. Zehn davon hat Fridel in seiner Sendereihe abgearbeitet: in Indien stand der Klimawandel im Fokus, Energie in Malaysia, in Singapur das Thema Gesundheit und Bangladesch hatte die Überschrift Arbeit. Die Auseinandersetzung mit diesen globalen Problemen vor Ort beschreibt er als "sehr heftig". Allerdings habe er dabei viel über die "Komplexität der Welt" gelernt.

Sein zweites Learning lautet: Externalisierung ist die "moderne Form des Kolonialismus". Welche Konsequenzen das Verschieben von unangenehmen oder gar menschenunwürdigen Tätigkeiten raus aus unserer Komfortzone in den asiatischen Raum hat, konnte Fridel hautnah erleben.

 

Wie Fridel heute verantwortungsvolles Gründen definiert, werden wir erfahren. Dieses Mal wird's radikal eng in unserer komfortablen Bubble!


1. März 2018

Membrs, eine App für den lokalen Konsum

Speaker: Vahid Matein

 

Vahid geht die scheinbare Ohnmacht der Verbraucher gegenüber den Großkonzernen "total auf den Sack". Sogar so sehr, dass er sich im vergangenen Sommer - als zweifacher Familienvater! - mit einer App selbstständig gemacht hat. "Membrs" heißt sie und hat das Zeug, dem lokalen Einzelhandel den Allerwertesten zu retten. 

Über 70 inhabergeführte und politisch korrekte Mode- oder Burgerläden, Cafés und Fahrradhändler in Hamburg sind bereits Mitglieder. Und täglich werden es mehr, denn sie profitieren von dem Netzwerk, das Vahid mit seiner App aufbaut.

Für 120 Euro im Jahr (über die Höhe Abo-Gebühr denkt er gerade nochmal nach) können die Menschen, die die Membrs-App nutzen wollen, bei diesen Partnern günstiger einkaufen. 60 Euro, also die Hälfte der Abo-Gebühr, bekommt der Cup Cake-Laden um die Ecke zur freien Verfügung überwiesen. Die anderen 60 Euro gehen in den Spendentopf, mit dem soziale Projekte unterstützt werden, die nur wenige kennen und um jeden Euro kämpfen müssen. Wohin diese Gelder fließen, wird auf der Homepage von Membrs genau dokumentiert.

Vahid, der jeden Tag bewusst ein Stück Müll aufhebt, will mit dieser, wie er es nennt "Umverteilung des Geldes", unser Konsumverhalten wieder in eine vernünftige Richtung lenken. Investmentfirmen haben schon ihr Interesse an der Membrs-App bekundet. Dass er ihnen eine klare Absage erteilt, macht Vahid zum perfekten Gast in der Radical Bubble!

 

 

Am Donnerstag sind wir alle Members und freuen uns auf Vahid!


1. Februar 2018

Alles krypto, nix klar?

Speaker: Sven Wiesner

 

Blockchain, Bitcoin und smart Contracts waren bis vor kurzem die Schlagworte von Nerds und Hipsters. Doch seit dem rasanten Kursanstieg der Krypto-Währungen kommen selbst die ehrwürdige "FAZ" oder die "Tagesschau" an diesem Thema nicht mehr vorbei. Über Sinn und Zweck und vor allem die Zukunft der Blockchain-Technolgie scheiden sich die Geister: die einen winken ab und halten sie für eine gigantische virtuelle Blase. Andere wiederum sind davon überzeugt, dass die Blockchain unser aller Leben radikal verändern wird. Die überwiegende Mehrheit aber hat überhaupt keine Ahnung, was sich hinter Begriffen wie Miners, Wallet und ICO überhaupt verbirgt.

 

Es wird also höchste Zeit, dass wir bei einem guten Drink ein paar Krypto-Vokabeln pauken. Dabei wird uns Sven Wiesner helfen, der mit seinem 5-stelligen Investment "von Null auf Hundert mit Anlauf und Köpper ins Nichtschwimmerbecken" gesprungen ist. Warum für den Digital-Strategen und Agenturmann die Blockchain das "Internet 3.0" und damit viel mehr als das Schürfen von Bitcoins oder Etherium ist, wird er uns - versprochen! - anschaulich erklären. Nur so viel vorweg: grundsätzlich ist Blockchain eine Technologie, mit der Datenblöcke und damit auchw Transaktionen in einem öffentlich zugänglichen und kryptographisch gesicherten Raum in einer definierten Reihenfolge abgelegt werden, die für alle nachvollziehbar und nicht veränderbar ist. Warum das unter anderem Bankern den Angstschweiß auf die Stirn treibt, werden wir am Donnerstag endlich verstehen. 

 

Wir freuen uns auf die Kollision der Bubbles mit Sven und Euch!


7. Dezember 2017

Artheist

Speaker: Marc Schröter

 

Wenn nichts mehr hilft, dann kommt die Kunst. Oder Marc Schröter.

Mit seiner steilen These "Religion muss sterben, damit die Menschheit überlebt!", läuten wir

in der Radical Bubble die Adventszeit ein.

Statt Glühwein und Georg Michaels "Last Christmas"-Gesäusel wird er uns seine Beobachtungen einschenken, die für den langjährigen Werbetexter nur einen Schluss zulassen:

Die Religion muss weg und kann nur durch Wissenschaft und Kunst ersetzt werden, wenn unsere Gesellschaft weiterkommen will.

 

Er ist eben ein Artheist, der so langsam keinen Bock mehr auf Kriege im Namen von Christus oder Allah auf unseren Straßen hat. Der sich nicht den Mund verbieten lassen will, nur weil er seine Bedenken äußert, wenn gesellschaftliche Entwicklungen unter dem Deckmantel der Religionen zur heiligen Zone erklärt werden.

Welchen Wert statt dessen die Kunst und Wissenschaft in diesem Gefüge haben sollten, wird er uns schon erklären. Ebenso, was es mit seinem Verein der Artheisten auf sich hat, den er in Kürze gründen will.

 

Es wird ganz schön zur Sache gehen und unsere Bubbles werden in Wallung kommen.

Gut so!

 

Wir freuen uns auf Marc und auf Euch! 

 


Quelle: Szene Hamburg
Quelle: Szene Hamburg

2. November 2017

Premium Kollektiv

 Speaker: Miguel Martinez und Uwe Lübbermann

Sie beschreiben ihr Premium Kollektiv so:

Einen Getränkehersteller gründen ohne Geld, ohne Plan und schon gar nicht mit einer Vertriebsstrategie
 gegen die Multis oder deren gigantisches Werbebudget?

Obendrein ohne eigene Maschinen, LKW oder ein Büro? Alles mit allen Beteiligten im Konsens entscheiden, keine schriftlichen
 Verträge machen, alles flexibel halten.

Keine Jobbeschreibungen, keine 
festen Arbeitszeiten,

keine Stundenkontrollen, nix mit Mengenrabatten und und und.

Geht alles nicht? Geht doch!

 

Wir haben also keine Arschloch-Nummer zu Gast bei Radical Bubble!

 

Das Kollektiv hinter Premium hat mit dem Prinzip der arschlochfreien Kette ein Betriebssystem für ein faires, transparentes Geschäftsmodell entwickelt, das vielen Konzernen gut zu Gesicht stünde und beglückt uns mit so erfolgreichen Produkten wie Premium Cola, einem Bioland-Pils oder Frohlunder und Muntermate.

Na, dann mal Prost. Das wird spannend!